Rückblick: Neujahrskonzert 2019

Am Neujahrskonzert 2019 wurden die Zuhörer und Zuhörerinnen mit rhythmischen Klängen zu einer Reise nach Südamerika eingeladen. Im gut besuchten Le théatre, Gersag vernahm man neben fetziger Tanzmusik auch lyrische und sehnsüchtige Klänge.

Der Höhepunkt des Abends waren für beide Seiten – für die Zuhörer und Mitspieler – die Mambos Vivo von Perez Prado. Nicht nur das Orchester Emmen, sondern auch die Besucher des Konzertes riss es von den Sitzen! Ein wunderschöner und gelungener Konzertabend!

Mitspieler und Mitspielerinnen gesucht!

In folgenden Registern können wir noch Verstärkung gebrauchen:

  • Violine 1
  • Violine 2
  • Viola/Bratsche
  • Klarinette
  • Oboe
  • Horn

     

Das Orchester Emmen lädt interessierte Musikerinnen und Musiker jeweils zu einem unverbindlichen Probe-Mitspielen und Kennenlernen ein.

Falls Sie Interesse haben, melden Sie sich bei Klaus-Benedikt Müller, Mitgliederbetreuung und Präsident Musikkommission: Tel. 079 259 93 54 oder Mail klaus-benedikt.mueller@bluewin.ch

Das Orchester Emmen wünscht viel Freude beim gemeinsamen Musizieren!

https://www.facebook.com/orchesteremmen.ch/

Neujahrskonzert 2017 – Solistinnen und Solist

elisaElisa Persoz wurde 1992 im Kanton Genf geboren und begann im Alter von acht Jahren mit dem Flötenspiel. Ihren ersten Unterricht erhielt sie am Conservatoire de Musique de Genève bei Sarah Boesch und bestand 2010 mit dem „Certifcat d‘études musicales“ mit Auszeichnung. Danach wurde sie auch bei der „filière préprofessionnelle“ aufgenommen und wechselte zu Natasa Maric. Ihr Studium an der Hochschule für Musik in Luzern begann sie 2012 in der Klasse von Prof. Pirmin Grehl. Sie absolvierte ihren Bachelor 2015 mit Auszeichnung und setzt gegenwärtig ihr Studium mit Master für Instrumentalpädagogik und Orchesterdiplom bei Pirmin Grehl und Nicola Mazzanti fort. Elisa Persoz steht als Flötistin regelmässig bei verschiedenen Orchestern im Einsatz, wie der Jungen Philharmonie Zentralschweiz, dem Kammerorchester 65, dem Neuen Zürcher Orchester, dem Zentralschweizer Jugendsinfonieorchester und dem Campus Orchester Luzern, mit dem sie im November 2015 als Solistin aufgetreten ist.

pamelaPamela Stahel wurde in der USA geboren, wo sie auch ihre Jugendzeit verbrachte. Mit fünf Jahren erhielt sie Geigenunterricht, später wechselte sie zur Flöte. Ihr Musikstudium absolvierte sie in Pittsburgh bei Bernard Z. Goldberg und schloss mit dem Bachelor of Music ab. Weitere Studien und Meisterkurse führten sie zu namhaften Musikern wie Marcel Moyse & Julius Baker und nach Zürich zu André Jaunet. Sie spielte in verschiedenen amerikanischen Orchestern; u.a. dem Pittsburgh Symphony Orchestra & dem Canton & Akron Symphony Orchestra, bis sie in der Schweiz Wohnsitz nahm. Als freischaffende Flötistin wirkte sie in Formationen wie dem Zürcher Kammerorchester, Tonhalle Orchester Zürich, Südwestdeutsche Philharmonie & Virtuosi di Praga, bis sie Mitglied der Philharmonia Zürich (Orchester der Oper Zürich) wurde. Als Kammermusikerin spielt sie mit mehreren Ensembles, wie dem Labyrinth Ensemble & trio bleu, yofin ensemble & opera nova. Als engagierte Pädagogin wirkt sie als Dozentin für Piccolo und Kammermusik an der Hochschule der Künste Zürich.

ireneIrene Lucci wurde 1987 in Florenz geboren. 2007 schloss sie ihr Flötenstudium am Conservatorio “Luigi Cherubini” in Florenz bei Prof. Renzo Pelli mit Auszeichnung ab. 2007 studierte sie Piccoloflöte bei Prof. Nicola Mazzanti an der Accademia MusicArte in Florenz. Von 2008 bis 2011 studierte sie bei Prof. Andrea Oliva, sowie bei Prof. Chiara Tonelli an der Scuola di Musica di Fiesole. Seit 2015 studiert sie bei Prof. Sarah Rumer und Prof. Nicola Mazzanti an der Hochschule für Musik Luzern.Ihre Orchesterlaufbahn begann im 2008 beim Orchestra Giovanile Italiana unter der Leitung von Sir Jeffrey Tate. Seit 2011 spielt sie regelmässig als Aushilfe im Orchestra del Maggio Musicale Fiorentino unter Dirigenten wie Zubin Mehta, Claudio Abbado, Daniele Gatti, Vladimir Jurowski, James Conlon, Ryan McAdams, Xu Zhong, Juraj Valcuha, Daniel Cohen. 2014 und 2015 spielte sie als Soloflötistin mit dem Orchestra dei Cameristi del Maggio Musicale Fiorentino. Von 2009 bis 2015 war sie Piccolistin und Flötistin in dem Camerata Strumentale di Prato Orchester unter der musikalischen Leitung von Jonathan Webb. Irene Lucci ist Mitglied von verschiedenen Kammermusik Ensembles und ist beim Unione Musicale Torinese in Turin, “La Primavera Senese” in Siena und Teatro della Pergola in Florenz aufgetreten.

nicolaNicola Mazzanti studierte am Conservatorio „Cherubini“ in Florenz und an der Universität in Bologna und liess sich beim Sir James Galway, Aurèle Nicolet, Raymond Giuot, Emmanuel Pahud und Mario Ancillotti weiterbilden. Er hat seit 1988 die Stelle als Solo-Piccolo beim Orchestra Maggio Musicale Fiorentino inne. Als Solist tritt er mit verschiedenen Orchestern auf, beispielsweise den „I Pomeriggi Musicali“ aus Mailand, mit dem Malta Philharmonic Orchestra, dem Florence Symphony Orchestra und dem Akronos Orchester in Prato. Weiter tritt er mit verschiedenen Kammermusikensembles in Italien und im Ausland auf. Verschiedene Komponisten haben bereits Werke für ihn komponiert und gewidmet, welche er auch uraufgeführt hat, im besonderen Werke für Piccolo und Klavier und Solokonzerte. Als Pionier hinsichtlich des Piccolos als Soloinstrument wurde er an das erste internationale Piccolosymposium in Nebraska eingeladen, an den internationalen Kongress der British Flute Society, und seit 2005 regelmässig an die Kongresse der National Flute Association in den USA. Seit 2008 wird Herr Mazzanti als Dozent und Solist regelmässig von Sir James Galway an sein Galway Flute Festival in Weggis (Schweiz) eingeladen. Im weiteren war er auch beim Flötenfestival in Serbien 2009 und beim ersten europäischen Piccolofestival in Slowenien 2011 tätig. Als Pädagoge unterrichtet Nicola Mazzanti an der Hochschule Luzern, am Conservatorio della Svizzera Italiana und am Conservatorio „Verdi“ in Mailand.

Laienorchester hält mit Profis mit

Das Neujahrskonzert des Orchesters Emmen hat am Samstag ein grosses Publikum angezogen. Tierlaute und ein Bravourstück entzückten.

Beim Neujahrskonzert des Orchesters Emmen am Samstag im Saal Gersag gab es viele tierische Klänge – darunter auch solche, die man eigentlich lieber nicht hören möchte. So zum Beispiel den Schlusston aus dem Stück «Das trunkene Mücklein» von Max Schönherr: Der Konzertmeister des Orchesters erzeugte dabei auf seiner Geige ein «Zzz»-Geräusch, das dem Anfluggeräusch einer Mücke bestechend ähnlich war.

Harmlose Wespen

Dagegen können die Wespen 2016 kommen. Zumindest wenn sie so freundlich klingen wie in der «Wespen»-Ouvertüre von Ralph Vaughan Williams, die zum Auftakt dieses «tierischen» Konzerts gespielt wurde. Es war bestimmt nicht ein Wespenstich, der Williams zu dieser Komposition veranlasste, sondern das Bild eines über englische Landschaften ziehenden Insektenschwarms – schön, aber harmlos. Der orchestrale Funke sprang in Benjamin Godards «Les elephants» aus der «Suite orientale» op. 84 über. In dem Stück rückte das Orchester als klangliche Karawane heran, dehnte die Noten genüsslich aus, stieg in chromatischen Schritten Dünen auf- und abwärts und verschwand bald wieder als flimmernde Linie am Wüstenhorizont.

Historische Aufführungspraxis

Die tänzerische Energie, mit der das Laienorchester Akzente setzte und das Tempo immer wieder anzog und verlangsamte, war bemerkenswert. Das Spiel trug klar die Handschrift des Dirigenten Dieter Lange, der mit historischer Aufführungspraxis vertraut ist. Auch in der «Libellen»-Polka von Josef Strauss, der «Spatzenparade» Otto Rathkes oder dem «Glühwürmchen-Idyll» Paul Linckes hielt er die Zügel fest in der Hand und verströmte mit dem Orchester zugleich «tierische» Ausgelassenheit. Heikel wurde es erst gegen Ende des Konzerts in Edward Elgars «Enigma Variation» Nr. 9 «Nimrod», als die Streicher nicht mehr rein intonierten.

Der «Pavarotti» unter den Hornisten

Das Neujahrskonzert ist aus dem Kulturkalender von Emmen nicht mehr wegzudenken, wie der grosse Publikumsaufmarsch zeigte. Den unverwechselbaren Charme des Anlasses bewies das Orchester nicht bloss mit lüpfigen Polkas und witzigen Tierlauten, sondern auch in Robert Schumanns Konzertstück für 4 Hörner und Orchester op. 86 – ein für Laienorchester eigentlich viel zu schweres Stück. Als Solisten wurden vier Hornistinnen und Hornisten der Philharmonia Zürich (ehemals Orchester der Oper Zürich) eingeladen. Quasi als Pavarotti unter den Hornisten trat Tomas Gallart hervor; allein sein Klang füllte den Saal aus. Hanna Rasche, die für den erkrankten Laszlo Szlavik eingesprungen war, Lionel Pointet und Andrea Siri sorgten mit ihrem Hornklang unter anderem für starke Echo-Effekte. Die Leistung des Quartetts war eindrücklich. Die eigentliche Überraschung bot aber das Orchester, weil es nicht bloss sicher begleitete, sondern auch in dem schweren Stück mit Akzenten und schnellen Wechseln glänzte. Bis auf den zweiten Satz, wo Ungenauigkeiten das Zusammenspiel störten, hielt das Laienorchester bravourös mit den Opernprofis aus Zürich mit.

Simon Bordier
Neue Luzerner Zeitung vom 11.01.2016 – Seite 13